Almansor's Luke Skywalker

Dies ist sein Tagebuch - Verdacht auf
Borreliose

,
by Joachim Kiack
01. Mai 2003:

Luke kehrt - von der Besitzerin, die ihn
tierärztlich nicht versorgte, freiwillig vor
Zeugen übergeben - in unsere Obhut zurück.
Sein Ernährungszustand lässt ebenfalls sehr zu
wünschen übrig.

02. Mai 2003:

Luke geht zum Tierarzt. Blut-, Urin- und
Kotprobe werden untersucht. Erste
"Diagnose" aufgrund der gezeigten
Krankheitssymptome: Verdacht auf
Borreliose. Er bekommt ein entzündungs- und
schmerzhemmendes Medikament.
Er hat gut gefressen, sein psychischer Zustand
ist erstaunlich gut, kein Trennungsschmerz
oder ähnliches zu erkennen.

05. Mai 2003:

Nach einem anstrengenden Wochenende
(Sonderleitung Ausstellung) kehrt Ruhe ein.
Luke hat den Trubel sehr gut verkraftet. Er
frisst weiterhin gut und schläft sehr viel.

10. Mai 2003:

Luke ist richtig fröhlich geworden. Er spielt
sogar ein wenig mit Maggie, unserem
6monatigen Wirbelwind. Die ersten
Ergebnisse der Bluttests belegen, dass Luke
über dem Grenzwert liegende Antikörper
gegen Borrelien entwickelt hat. Borreliose ist
sehr schwierig nachzuweisen, weitere Tests
sind erforderlich. Luke erhält Antibiotika.

12. Mai 2003:

Nach 3 "lustigen Tagen" hat Luke heute
einen Fieberschub (39,8 °C) und kann sich
kaum bewegen. Daran werden wir uns
gewöhnen müssen, wenn es sich wirklich um
Borreliose handelt. Es ist so traurig, den
armen Kerl in diesem Zustand sehen zu
müssen, man kann unsere Gefühle kaum
beschreiben. Wir wiegen ihn das 1. Mal,
seitdem er bei uns ist: 13 kg! Zum Vergleich:
Sein Bruder Local Hero wiegt 16 kg, Little
Chief 15,5 kg.
"Luke ist eben mäkelig beim Fressen!" Zitat Besitzerin.
Die Unterernähung ist nicht zu übersehen. Bei uns
frisst er ohne Mäkeln, langsam, aber regelmäßig.
oben: Die Hüftknochen stehen deutlich raus.
unten: Das Rippenschiff ist für einen 2 Jahre alten
Whippet fiel zu flach.
Luke und Hero im Vergleich - ein schreckliches Bild!
Man sieht deutlich die fehlenden Muskeln bei Luke -
Zeichen für fehlende Bewegung - weil er sich nicht
bewegen konnte? Angeblich tobte er wie die anderen...
Krankheitssymptome:
Geschwollene Gelenke und Pfoten
"Der hatte doch schon immer so dicke Beine" Zitat Besitzerin.
links: Das rechte Bein kann Luke vor Schmerzen kaum absetzen.

unten: Die Art des Stehens zeigt, wieviel Schmerzen Luke haben
muss.
links: geschwollene Knöchel an der Front
unten: geschwollene Jochbeine am Kopf
Armer, trauriger Luke!
Wir werden um Dich kämpfen!
15.05.2003:

Luke gehört jetzt wieder "richtig" zur Familie. Seine Ahnentafel nebst Erklärung zur
Rückübertragung kam heute endlich an. Damit haben wir wieder volle "Verfügungsgewalt" über
ihn, was beispielsweise auch für den Fall wichtig ist, dass wir - was alle nicht hoffen und glauben! -
die Entscheidung treffen müssen, sein Leben zu beenden, wonach es derzeit Gott sei Dank nicht
aussieht, aber die Krankheit kann heimtückisch sein. Lukes großer Vorteil im Kampf gegen die
Krankheit wird sein, dass er erst 2 Jahre alt ist. Noch immer ist der Verdacht der Borreliose
nicht endgültig bestätigt, weitere Untersuchungen (Bluttests, Gelenkpunktationen,
Röntgenbilder) werden erforderlich.
19.05.2003:

Trotz regelmäßigem Fressen nimmt Luke nicht in dem Maße zu, wie wir uns das wünschen.
Deshalb stellen wir das Futter von Puppyfutter auf eine Mischung Puppy-/Leistungsfutter um.
Seit dem Einsatz der Wirkung der Antibiotika waren zum Glück keine weiteren Fieberschübe zu
verzeichnen, aber nach Spaziergängen (20 - 30 Minuten, die ein gesunder Hund als
selbstverständlich ansieht) folgen ausgiebige Schlafphasen und eine Schonung der Beine.
Oftmals müssen die Gelenke gekühlt werden. Die Bewegung ist aber zum Muskelaufbau
unerlässlich. Positiv ist zu verzeichnen, dass Luke immer mehr am "Familienleben" teilnimmt,
also auch schon neugierig in der Küche steht oder zum Kuscheln auf die Couch möchte und den
direkten Kontakt sucht. Er wirkt viel "wacher" und sein Lebenswille ist deutlich erkennbar.
22.05.2003:

Heute war Luke wieder beim Tierarzt. Nochmals wurde ihm Blut für weitere Tests
abgenommen. Die Röntgenbilder der Gelenke zeigen keine Veränderungen an den Gelenken,
was uns hoffen lassen kann, dass Luke eines Tages vielleicht doch wieder ein ganz gesunder
Whippet-Junge wird. Aufgrund dieser Tatsache wurde auf die Gelenkpunktation erstmal
verzichtet, weil dieser Eingriff natürlich auch immer ein Infektionsrisiko bedeutet. Und eine
zusätzliche Infektion kann Lukes Körper nun wirklich nicht mehr gebrauchen. Insgesamt war
der Tierarzt zufrieden mit Lukes Erscheinungsbild, der beginnende Muskelaufbau ist zu
erkennen und auch der Lebenswille war nicht zu übersehen. Dass Luke nicht zugenommen
hat, ist auf den erhöhten Energiebedarf aufgrund des Kampfes gegen die Krankheit
zurückzuführen, aber auch darauf, dass Luke bei uns deutlich mehr Bewegung hat (oder
überhaupt Bewegung?). Sein Magen muss sich langsam an größere Portionen gewöhnen - wir
müssen Geduld haben. Anstelle des zuerst eingesetzten entzündungshemmenden
Schmerzmittels erhält Luke jetzt Kortison in kleinen Dosen.


21.05.2003:

Zur Unterstützung und Aufbau des Immunsystems erhält Luke ab heute Colostrum. Colostrum
ist die erste Milch, die ein Neugeborenes von der Mutter bekommt (innerhalb von 24 - max.
72 Stunden nach der Geburt). Da das Neugeborene (Mensch oder Tier) noch über kein
Immunsystem verfügt, erhält es die notwendigen Antikörper mit der "Erstmilch". Das
Colostrum wird für den Einsatz als Aufbaumittel von der Kuh genommen, da die Kuhmilch die
meisten Antikörper enthält, die von den meisten Lebewesen verwertet werden können. So
bekommt Luke neben seinen Medikamenten auch etwas "ganz natürliches".
29.05.2003:

Wir machen uns auf den Weg nach Dortmund zur Weltsieger-Ausstellung. Luke fährt natürlich
mit, da alle unsere Hunde mitkommen. Im Auto hat er Angst davor, sich zu den anderen Hunden
zu legen. Diese Angst können wir öfter auch zuhause beobachten, er verzichtet auf die
Berührung mit den anderen, weil es zu Schmerzen führen könnte. Nach einer Weile legt er sich
dann aber doch hin und schläft bis zu unserem Übernachtungsstop durch (ohne Schmerzen).
02.06.2003:

Luke hat den Streß der vergangenen Tage bestens überstanden. Wir standen mit unserem
Wohnwagen in Gelsenkirchen auf dem Gelände des WRV Westfalen-Ruhr. Dort konnte
Luke nach Herzenslust schnökern gehen und wurde so schnell zum Liebling unserer kleinen
Ausstellungs-Gesellschaft. Er genoss es richtig, ständig Andacht zu haben und wanderte auf
seinen wackligen Beinchen immer hin und her. Unser Tierarzt hat uns geraten, ihn in solchen
Situationen selbst entscheiden zu lassen, was er tun möchte. Es ist das erste Mal nach 4
Wochen, dass Luke mitkommt und es bekommt ihm großartig. Er frisst mit großem Hunger
und hat morgens sogar mit Maggie "getobt". Diejenigen, die ihn vor 4 Wochen anlässlich der
Sonderleitung gesehen haben, bestätigen uns, dass Luke zwar nicht viel zugenommen hat,
aber das Gesamterscheinungsbild deutlich besser ist. Eine Bestätigung für uns, dass wir
hoffentlich auf dem richtigen Weg mit ihm sind. Seine Sprunggelenke sind hinten trotz der
vielen Bewegung nicht wieder angeschwollen und auch vorne sind die schon etwas
abgeschwollenen Gelenke nicht wieder mehr angeschwollen. Die Medikamente scheinen also
zu wirken. Noch stehen die Ergebnisse der Bluttests von vor 10 Tagen aus.

04.06.2003:

Heute kamen die Ergebnisse der letzten Bluttests. Die Diagnose lautet übersetzt: "Die
Wahrscheinlichkeit, dass Luke an einer chronischen Borreliose erkrankt ist, ist sehr hoch".
Diese vorsichtige Formulierung sagt nur aus, dass Borreliose nie zu 100 % festgestellt werden
kann. Lukes Titer lassen aber deutlich darauf schließen. Sein Erscheinungsbild und die Tatsache,
dass die medikamentöse Behandlung zu wirken scheint, festigen den Verdacht zusätzlich.

Der Muskelaufbau ist inzwischen relativ deutlich zu erkennen, aber man kann auch deutlich
sehen, dass Luke die rechte Hinterhand nach wie vor nicht richtig belastet, da sich dort die
Muskeln kaum entwickeln. Dort scheint die Borreliose ihm also nach wie vor Schmerzen zu
bereiten.
oben: Deutlich erkennbar der fehlende
Muskelaufbau in der rechten Hinterhand.

unten: Noch immer schwillt das Jochbein
auf der linken Kopfseite an.
oben: Etwas abgeschwollen: Die Gelenke an der Vorderhand.

unten: Die hinteren Sprunggelenke schwellen nur noch selten
an. Die Sitzbeinhöcker stehen noch immer deutlich vor.
09.06.2003:

Die neuen Fotos von Luke zeigen doch einige Veränderungen zum Positiven. Er hat inzwischen ein
gutes Kilo zulegen können (bei mindestens 3 Futterrationen am Tag). Nach den letzten
Untersuchungsergebnissen wird die Behandlung erstmal weiter so fortgesetzt. Luke kann
inzwischen die Treppen rauf- und runtergehen und springt an guten Tagen auch schon alleine auf
die Couch. Die Berührungsängste gegenüber den anderen lassen langsam nach, Luke legt sich
auch schon mal zu einem ruhig liegenden Hund dazu. Insgesamt deutet alles darauf hin, dass Luke
wieder gesund wird. Seine Fröhlichkeit nimmt - trotz der Hitze! - stetig zu. Maggie ist ein
willkommener "Rennpartner", sie vorneweg, er so gut es geht hinterher.
10.06.2003:

Luke hat heute nach 4 Wochen mal wieder einen "richtigen" Fieberschub. Das Thermometer zeigt
39,3 °C. Er zieht sich zurück und schläft. Alle Gelenke sind stark geschwollen und müssen gekühlt
werden. Er lässt die Mittagsmahlzeit aus, nachdem er morgens wie immer gut gefressen hat und auf
der morgendlichen Runde auch noch ganz munter war. Am späten Abend kann man merken, dass es
ihm wieder besser geht. Das Fieber ist runter und er nimmt noch eine kleine Abendmahlzeit ein.

11.06.2003:

Luke ist wieder fast der Alte. Er spielt noch etwas verhalten auf der Morgenrunde, aber seine
Frühmahlzeit schmeckt ihm sichtlich. Er steht auch schon wieder in der Küche rum und wartet auf
etwas Leckeres. Die Gelenke sind noch immer etwas geschwollen.
15.06.2003:

Luke hat sich heute in einem übelriechenden Haufen gesühlt und musste in die Badewanne. Für
einen gesunden Whippet ist das völlig normal und als Mensch ärgert man sich darüber, aber für
Luke bedeutet es einen weiteren kleinen Schritt in die richtige Richtung. Wir hätten nie
gedacht, dass wir uns mal über so etwas freuen könnten.

Für den Muskelaufbau läuft Luke jetzt regelmäßig eine kurze Strecke am Fahrrad. Wir waren
mit ihm auch schon am See zum Schwimmen. Das Schwimmen findet Luke nicht so nett, aber
hinterher mit Maggie am Strand toben - das macht Spaß! In diesen Situationen sieht Luke
immer aus wie ein zu großer, tapsiger Welpe, manchmal macht es auf uns den Eindruck, als sei
sein Geist auch nicht der eines 2-jährigen Rüden, sondern der eines 6 Monaten alten Welpen.
Wir können nicht beurteilen, ob das auch etwas mit seiner Krankheit zu tun hat.
18.06.2003:

Heute hat Luke einen etwas größeren Ausflug am Fahrrad gemacht und diesen sehr gut
überstanden. Wir haben festgestellt, dass er die rechte Hinterhand beim Laufen immer steif nach
außen wirft und somit der Muskelaufbau dort nicht richtig unterstützt wird. Luke hat sich diese
Gangart offensichtlich angewöhnt, damit er keine Schmerzen beim Laufen hat. Über das, was er tut
oder nicht tut, wird sehr viel in seinem Kopf entschieden. Die Angst vor eventuell auftretenen
Schmerzen ist sehr ausgeprägt. Er springt nur dann auf die Couch, wenn er fröhlich, fast schon
übermütig ist - 5 Minuten vorher hat er darüber zulange nachgedacht und es nicht getan.

Wir haben Luke heute gewogen: Er hat inzwischen knapp 2 kg zugenommen. Seine 3 Mahlzeiten
am Tag werden immer von einem fröhlichen "Gib-schon-her-ich-habe-Hunger"-Geblubbere
begleitet. Die Medikamente schlagen an, auch wenn der Fieberschub der vergangenen Woche
darauf schließen lässt, dass noch lange nicht alles ausgestanden ist. Die Behandlung wird in der
Form erstmal weiter fortgesetzt. Für die Gelenke bekommt Luke Dogosan auf pflanzlicher Basis.
30.06.2003:

Es gibt nicht so viel zu berichten von Luke. Er wiegt inzwischen 15,3 kg und bekommt nur noch 2
Mahlzeiten am Tag (Zitat Ex-Besitzerin am 01.05.: "Den bekommt Ihr auch nicht dick!"). Wir
müssen jetzt darauf achten, dass er nicht zu dick wird, damit die Gelenke nicht zu sehr belastet
werden. Seine Muskeln hinten rechts bauen sich langsam auf, aber ein Unterschied zu der linken
Seite ist noch immer zu sehen. Lukes Wesen verändert sich weiterhin sehr positiv. Er ist
neugierig und wackelt immer hinter einem her, sofern er nicht nach einer seiner sportlichen
Aktivitäten mit den vier Beinen in der Luft in seinem Korb liegt und glücklich schläft. Draußen
beobachten wir immer öfter, dass er Maggie zum Spielen animiert. Einen weiteren Fieberschub
konnten wir zum Glück nicht verzeichnen, trotzdem erhält er nach wie vor seine Medikamente,
um die chronische Borreliose nachhaltig zu bekämpfen.
12.07.2003:

Luke war heute nach langer Zeit mal wieder beim Tierarzt, um die weitere Vorgehensweise zu
besprechen. Der Tierarzt war richtig froh, Luke in so einem tollen Zustand zu sehen. Er sieht jetzt
nicht mehr wie ein schwerkranker Hund aus, da er nunmehr auch 15,5 kg wiegt, sein "richtiges
Kampfgewicht" also erreicht hat. Der Muskelaufbau geht stetig voran und auch die rechte
Hinterhand wird immer stärker bemuskelt. Trotz dieser sehr positiven Entwicklungen hat Luke
noch immer Entzündungen in den Gelenken, was darauf hindeutet, dass die Krankheit noch lange
nicht besiegt ist, aber Luke wird sie besiegen, dessen können wir uns dank der großartigen
Fortschritte inzwischen sicher sein. Da seit einem Monat keine Fieberschübe mehr zu erkennen
waren, wird das Antibiotika am Ende der Schachtel abgesetzt. Das Kortison-Präparat, das auch ein
leichtes Schmerzmittel enthielt, wird ebenfalls mit Packungsende abgesetzt und durch eine
geringere Kortison-Dosis ohne Schmerzmittel ersetzt. Dann werden wir sehen, ob Luke auch ohne
diese Medikamente so fröhlich sein kann.
15.07.2003:

Luke bekommt nun den 2. Tag das andere Kortison-Präparat ohne Schmerzmittel. Bisher können wir
keine wesentlichen Veränderungen an ihm feststellen. Er wackelt weiterhin fröhlich in der Gegend
rum und steht genauso permanent im Weg wie immer. Er ist nun mal sehr neugierig. Das Antibiotika
bekommt er noch 2 Tage.
09.08.2003:

Luke kommt nun schon über 3 Wochen ohne Antibiotika und mit nur noch einer sehr geringen Menge
Kortison aus. Er hat keine Fieberschübe mehr und die Schwellungen der Gelenke gehen auch
langsam zurück. Er ist noch immer nicht als gesund zu bezeichnen, aber er ist sicher weiterhin auf
einem guten Weg. Trotz der Hitze hat er Spaß am Spiel und tobt inzwischen nicht nur mit Maggie,
sondern auch mit den anderen Hunden in unserer Familie. Die Berührungsängste sind völlig
abgebaut. Er kuschelt inzwischen sogar mit "dem Boss" Ironman. Seine Kommentare werden immer
übermütiger und lauter. Alles in allem ist Luke inzwischen von der mentalen Seite ein ganz normaler
Hund geworden. Das ist wichtig in seinem Kampf gegen die Krankheit. Wir mussten das Futter
umstellen auf das "normale" Futter, da die Puppy-/Leistungsfuttermischung zu viel für ihn war und er
schon fast "übergewichtig" wurde.
17.08.2003:

Heute ist der erste Tag ohne Kortison für Luke. Wir haben die Dosis über einen längeren Zeitraum
immer weiter verringert und nun endlich soll Luke ganz ohne Medikamente auskommen. Das
Kortison hat seine Wirkung nicht verfehlt, wenn sie auch sehr langsam einsetzte: Die
entzündungshemmende Wirkung ließ die Gelenke abschwellen, auch wenn sie noch immer nicht als
ganz normal zu bezeichnen sind. Die Ursache liegt natürlich darin, dass die Borreliose so verschleppt
wurde, dass es nun nicht mit 2 oder 3 Wochen getan sein kann. Wir sind aber sehr froh über den
schon sehr erfolgreichen Kampf gegen die Krankheit. Luke ist über den Berg, aber ob die Krankheit
endgültig und für immer besiegt werden kann, ist noch offen. Seine mentale Einstellung ist immer
besser, seine geistige Entwicklung von dem "tappsigen", nichts wissenden Welpen, hin zum
blubbernden Jung-Rüden ging in den letzten Wochen doch ziemlich schnell, was auch für uns ein
Zeichen ist, dass die Behandlung völlig richtig war. Für sein Immunsystem bekommt Luke nun
"Terrakraft", ein immunstärkendes Mittel aus der Homöopathie und für die Gelenke weiterhin
Dogosan.

19.08.2003:

An Luke sind nach dem Absetzen des Kortison keine Veränderungen festzustellen. Seine
Gelenke sind nicht wieder mehr angeschwollen und auch sonst ist er der fröhliche Luke, wie wir
ihn zum Glück nun erleben dürfen - eine Wohltat nach den schrecklichen Wochen am Anfang!
21.08.2003:

Heute war ein Tag, der uns mal wieder daran erinnerte, dass Luke noch immer sehr krank sein
muss: Er hat einen Schub, zum Glück ohne Fieber. Die Gelenke sind angeschwollen und die
Jochbeine am Kopf ebenfalls. Der rechte Sitzbeinhöcker steht richtig raus. Luke schläft fast den
ganzen Tag und steht nicht wie sonst im Weg, um neugierig zuzuschauen, was man tut. Trotzdem
frisst er morgens und abends ohne Probleme.

22.08.2003:

Luke geht es fast wieder richtig gut. Die Gelenke und Jochbeine sind noch angeschwollen, aber
seine mentale Einstellung ist wieder völlig normal.

23.08.2003:

Wie die anderen Hunde ist Luke mit nach Dresden zur Ausstellung gekommen. Seinen Schub hat
er überstanden. Das Leben im Wohnwagen ist für ihn schon genauso normal wie für die anderen.
Trotzdem haben wir den Eindruck, dass er die vielen Eindrücke "aufsaugt" und versucht alles zu
lernen. Er ist freundlich und "unterhält" sich auch gerne mit Leuten, die er schon kennt. Jemand
sagt uns, dass es traurig sei, dass Luke den Kampf nicht gewonnen hat, Gott sei Dank können
wir dieses Gerücht am lebenden Beispiel sofort aus dem Weg räumen: Luke lebt - und wie!
21.09.2003:

Nichts neues im Moment von der "Luke-Front". Zwischenzeitlich hatte er nochmal einen schlechten
Tag, an dem er so etwas wie einen Schub hatte, der aber so richtig auch nicht als solcher zu erkennen
war. Es war ein Tag, an dem Luke mit hängendem Kopf durch die Gegend schlich, aber ganz normal raus
ging und auch ganz normal fraß. Schon am nächsten Tag war er wieder der fröhliche, "quatschende"
Luke und so ist es zum Glück bis heute. Nach wie vor bekommt er für seine Gelenke Dogosan, um die
positive Entwicklung zu unterstützen.
27.09.2003:

Nun gibt es leider doch neues von der Luke-Front: Er hat einen Rheuma-Schub, der sich so äußert: Luke
vermeidet jeden Kontakt zu den anderen Hunden und quietscht, wenn nur jemand in seine Nähe kommt.
Er zieht sich an ruhige Orte zurück. Er kann einwandfrei laufen und Treppen steigen, aber er traut es sich
nicht zu, ein Zeichen dafür, dass er Angst vor den Schmerzen hat, die entstehen könnten. Dabei lässt er
traurig den Kopf hängen. Er hat kein Fieber und frisst einwandfrei seine Portionen auf.

28.09.2003:

Es ist noch keine Besserung eingetreten. Die Rückfrage bei unserem Tierarzt ergab, dass so ein Rhema-
Schub völlig normal ist und wir uns daran gewöhnen müssen, dass es passieren kann, allerdings mit der
Zeit deutlich weniger oft geschehen wird und nicht in dieser Intensität.

29.09.2003:

Lukes Zustand ist morgens ein wenig besser. Er frisst mit mehr Appetit und hebt auch schon mal leicht
den Kopf. Am Abend nach dem "Abendbrot" kommt er plötzlich an, als wäre es ihm nie schlecht
gegangen, blubbert wie in seinen besten Zeiten, wirklich so, als wäre nichts gewesen - von jetzt bis
nachher. Daran werden wir uns wohl wirklich gewöhnen müssen: Luke ist immer für eine Überraschung
gut... Aber wir sind so froh, dass es ihm erstmal wieder gut geht.
Luke beim "Training" - man kann deutlich sehen,
wieviel Spaß er dabei hat.


Und zwei Stöckchen - ist das nicht einer zuviel,
Luke?
17.11.2003:

Luke geht es unverändert. Seine Gelenke sind zum Teil noch immer geschwollen. Derzeit hat er
wieder mehr Probleme beim Aufstehen. Er kann damit aber sehr gut umgehen und draußen spielt er
nach wie vor ganz ausgelassen. Wir unterstützen ihn seit ca. 14 Tagen homöpathisch: Er bekommt 1x
täglich Epamax Omega3-Fettsäuren und 2 x täglich Gualedum H-Tropfen. Dies soll die rheumatischen
Gelenke unterstützen.
28.01.2004:

Der Winter macht Luke etwas zu schaffen. Er kann spazieren gehen und hat auch Spaß daran, aber die
Probleme beim Aufstehen sind noch immer vorhanden. An manchen Tagen sind die Gelenke
geschwollen, an anderen nicht. Schübe hat er aber nicht mehr. Luke ist trotz seiner erst knapp 3 Jahre
ein sehr ruhiger, angenehmer Hund. Er steht nicht mehr neugierig im Weg herum, sondern wirkt
inzwischen sehr relaxt und schläft lieber in seinem Körbchen. Wenn Besuch kommt, ist er immer
aufgeschlossen und freut sich mit den anderen. Zu den kleinen N-injas (N-Wurf Almansor's), mit denen
er ab und zu eine Runde dreht, ist er lieb und freundlich. Daneben sieht er immer selbst wie ein großer
Welpe aus. Wir werden nun zusätzlich mit ihm eine Aloe-Vera-Gel-Therapie beginnen.
05.06.2004:

Nun bekommt Luke seit über 4 Monaten täglich seine Ration Aloe-Vera-Gel. Dieses "Dope" scheint
ihm zu helfen: Er spielt, er rennt, er quatscht mehr denn je. An manchen Tagen ist er völlig aufgedreht.
Da kann es passieren, dass er mit der 7-monatigen Angel Runde um Runde dreht und anschließend
durch den Wassergraben rennt um sich zu erfrischen. Heute hat er Menschen getroffen, die ihn von
früher kannten. Sie waren begeistert, wie gut und glücklich der kleine Kerl aussieht. Nach über einem
Jahr kann man nun wirklich sagen, dass Luke endlich ein richtiges "Hundeleben" im absolut positiven
Sinn führen kann. 1:0 für uns im Kampf gegen die Krankheit!
10.08.2004:

Luke war mit uns in Schweden. Er hat die Reise sehr gut überstanden und schien die Andacht, die er
von vielen Seiten erhielt, sehr zu genießen. Wieder zurück freute er sich aber auch über seine
gewohnte Umgebung und die freie Bewegung auf den Feldern. Bei dem recht feuchten Sommer gibt es
immer wieder Tage, an denen ihm sein Rheuma ein wenig zu schaffen macht. Die Gelenke schwellen
dann an und Luke bewegt sich nicht soviel wie sonst. Dennoch strahlt er selbst an solchen Tagen eine
Lebensfreude aus, die uns bestätigt, dass er Spaß an seinem Leben bei uns hat.
03.10.2004:

Fotosession mit Luke - was für ein Erlebnis. Immer noch im Hinterkopf haben wir die schrecklichen
Bilder vom Mai 2003. Den Hund, den wir heute fotografieren, erkennen wir kaum wieder: Richtig
chic sieht er wieder aus, der kleine Luke. Man darf nur nicht so genau hinsehen. Sonst fallen einem
die vom Rheuma noch immer etwas dicken Gelenke auf. Die Fotos kann man auf "seiner Seite"
begutachten.
09.10.2004:

Päckchen für Luke, vollgestopft mit homöopathischen Arzneien. Wir versuchen nochmal,
ihm seine - zwar sehr klein gewordenen - Leiden nochmals zu erleichtern. Er hat es verdient.
16.10.2004:

Homöopathie, die hilft, verstärkt erstmal die Leiden. Das haben wir heute erfahren müssen.
Fieberschub total! Nach Rücksprache mit der Tierheilpraktikerin völlig normal. Wir haben das
"Gegenmittel" eingesetzt und abends geht es Luke deutlich besser.
17.10.2004:

Der Schreck von gestern sitzt tief. Luke hat kein Fieber mehr und wackelt wie sonst durch die
Gegend. Nun werden wir sehen, ob die Homöopathie wirklich hilft.
18.12.2004:

Luke hat nicht nur verschiedene Mittel gegen sein Rheuma bekommen, sondern auch eine Bachblüten-
Kur gemacht, die seine menthale Einstellung deutlich zum positiven verändert hat. Er ist noch viel
fröhlicher geworden und traut sich jetzt auch ohne Anfeuerung auf die Couch zu springen und ist
insgesamt sehr viel selbstbewusster und lässt sich kaum noch "hängen". Wichtig ist in diesem
Zusammenhang, dass sowohl die Bachblüten als auch die anderen Mittel speziell auf Luke und seinen
Krankheitsverlauf abgestimmt wurden.
05.03.2005:

Schnee in Brandenburg! Und Luke genießt es. Er springt durch den Schnee und ist fröhlich. Seine
Gelenke sind immer noch vom Rhema geschwollen, mal mehr, mal weniger und man kann merken,
dass Luke bei Wetterwechseln große Probleme hat - wenn man nicht "gegensteuert". Wir haben ihn
auf die Mittel, die bei ihm wirken, eingestellt und bei Wetterwechsel gibt es etwas "extra".
08.06.2005:

Wetterwechsel - ein Thema, dass Luke wohl nie los wird. Mittlerweile kommt er bei stabiler
Wetterlage ohne Homöopathie aus (das Aloe Vera Gel erhält er unvermindert weiter) und es gibt
Tage, an denen die Gelenke kaum geschwollen sind. Ein Wetterwechsel kündigt sich an, wenn die
Gelenke der Vorhand anschwellen. Dann gibt es Rhododendron und Lachesis - die Mittel mit der
besten Wirkung bei Luke.
Auch unsere Tierheilpraktikerin ist inzwischen der Meinung, dass Luke durch die Homöopathie zwar
sehr gut unterstützt wird, eine Heilung aber - wenn überhaupt - Monate bis Jahre dauern wird. Dazu
wurde die Borreliose zu sehr verschleppt, als dass das zurückgebliebene Rheuma wirklich geheilt
werden könnte.

Luke kann aber sehr gut damit umgehen. Er liebt es, in der "Großfamilie" eine außergewöhnliche
Stellung zu haben. Morgens z.B. steht er nur auf, wenn Herrchen auch aufsteht. Das begleitet er
dann mit seinem üblichen Gequatsche. Er begrüßt die "Familie", freut sich auf's Spazieren gehen,
auf's Frühstück und wenn er Besucher schon gut kennt, erzählt er ihnen auch einen Schlag aus
seinem Leben. Für uns ein Zeichen, dass sich der Hund rundherum wohl fühlt - soweit das für ihn
möglich ist. Wir hatten am Anfang gedacht, dass für ihn ein Zuhause mit höchstens einem anderen
Hund das Richtige wäre, aber er hat uns eines Besseren belehrt und wird uns hoffentlich noch viele
Jahre begleiten können.
04.02.2006:

Der sehr kalte Winter macht Luke überhaupt nicht zu schaffen. Schön warm eingepackt dreht er mit den
anderen seine Runden und kuschelt sich zuhause auf die Couch - als würde nichts sein.

10.04.2006:

Erstmals seit Wochen merken wir mal wieder, dass Luke unter Wetterwechseln leidet. Das Ende der Kälte
und das nasskalte Wetter gehen ihm auf die Gelenke. Die richtigen Tabletten und Homöopathie helfen.

11.07.2006:

Der heiße Sommer macht Luke an manchem Tag zu schaffen. Er hat zwar keine Schübe, aber dennoch ist
er nicht so fröhlich wie sonst. Wieder einmal werden wir daran erinnert, dass er an sich ein kranker Hund
ist und wahrscheinlich nicht so alt wird wie die anderen.

19.11.2006:

Luke, der Sabbelkopp. Er war wie die anderen mit in Holland. Dort war wieder sehr nasskaltes Wetter -
was ihm diesmal überhaupt nichts ausmachte. Viel zu interessant fand er die Freunde, die wir besuchten und
kuschelte sich abends genüßlich an den Hausherrn und schlief ein, nachdem er ihm erzählt hatte, was er am
Tage so erlebt hat. Er ist und bleibt unser Komiker...
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